Probiere etwas Neues!

Meine sportlichen Hauptziele sind immer aktiv zu sein und immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Das ist sehr allgemein und das ist gut so, denn spezifische Ziele bergen Risiken.


Wenn das Ziel wäre einen bestimmten Sport zu betreiben, dann verringern sich die Chancen aktiv zu bleiben. Warum? Was passiert, wenn man eine Verletzung erleidet, die einen daran hindert seinen Sport zu betreiben? Oder nach einem Umzug nicht mehr die Möglichkeiten hat? Oder der Sport nicht mehr mit Familie und Arbeit vereinbar sind? Wenn Termine immer im weg stehen? So lange man variable bleibt, was für einen Sport man betreibt, ist dies alles kein Problem.

Mit Laufen habe ich einen Sport gefunden, bei dem ich hoffentlich bis ins hohe Alter bleiben will. Doch wenn ich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr Laufen kann oder will, dann muss eine Alternative her. Schwimmen? Rad fahren? Wandern?

Auch sehe ich immer mehr den Sinn hinter Krafttraining. Was konkret ich dafür mache kann allerdings variieren. Was würde passieren, wenn mir die Lust am Fitnessstudio vergeht? Kein Problem. Ich gehe einfach häufiger Klettern. Oder ich mache Übungen zu Hause mit meinem Körpergewicht. Vielleicht versuche ich auch irgendwann mal einen Kampfsport aus.


Etwas Neues anzufangen ist immer spannend. Lernen macht Spaß. Und erste Erfolge lassen meist nicht lange auf sich warten. Auch kognitiv hält man sich fit, wenn man Neues lernt. Und vielleicht entdeckt man ja seine neue Lieblingssportart dabei.

Wenn man älter wird und seinen Lieblingssport weiter betreibt, so muss man sich irgendwann damit abfinden, dass man an Leistung verliert bei gleichem Trainingsvolumen. Bei einer neuen Aktivität ist dies für längere Zeit meist nicht der Fall. Selbst im hohen Alter kann man etwas Neues lerne und wird darin eine ganze Zeit lang besser, wenn man dran bleibt. Das erhöht die Motivation aktiv zu sein.


Ich denke es ist wichtig, dass wir uns keine Grenzen setzen. Sicherlich gibt es Ausnahmen und der Körper muss mitmachen. Aber man sollte sich auch nicht zu sehr zurück halten. Ich habe früher immer gedacht, dass es nicht Sinn macht überhaupt etwas anzufangen, wenn man denkt, dass man nicht sehr gut darin werden kann. Heute halte ich das für totalen Blödsinn. Es ist wichtig, dass man Spaß und Freunde hat und aktiv bleibt. Alles andere ist zweitrangig.

Ich bin Mitte 30 und ich war letztes Jahr zum ersten Mal surfen, dieses Jahr lerne ich Snowboarden und habe mir nun sogar ein Skateboard, ein kleines, gekauft. Versuche ich Träume meiner Jugend nachzuholen? Kann sein. Aber mein größter Anreiz ist, dass ich Spaß an den neuen Aktivitäten habe. Es gibt mir ein neues Körpergefühl und auch ein besseres Selbstbewusstsein, da ich diese Sportarten zumindest rudimentär betreiben kann. Und ist es nicht total egal, was einen reizt, so lange man deshalb aktiv ist und Neues lernt?

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