Fazit Cornwall und Ausblick Schottland

Über meine Fahrt nach Land’s End habe ich ja schon ein wenig berichtet. Zwei Wochen später will ich nun aber noch ein kleines Fazit ziehen. Was lieft gut und was nicht? Und wie wirken sich meine Erfahrungen auf meine Schottland-Tour in 5 Wochen aus?

Was war gut?

  • Die Navigation mit meiner Garmin Forerunner 920XT hat bis auf Details gut funktioniert.
  • Die Routen, welche ich mir in Garmin Connect mit Hilfe von Google Maps und der Strava Heatmap herausgesucht habe, waren bis auf kleine Ausnahmen sehr gut.
  • Das Biwakieren hat grundlegend funktioniert. Das heißt ich bin Nachts nicht erfroren, noch wurde ich klatschnass. Auch habe ich mich nicht total unsicher alleine gefühlt.
  • Das Gepäck hat mich nicht beim Fahren gestört und alles war immer gut erreichbar.
  • Ich hatte keine Platten oder andere Pannen
  • Ich habe mein Ziel erreicht in 3-4 Tagen von London nach Land’s End zu fahren.
  • Mit 210 Kilometern bin ich so viel an einem Tag gefahren wie bisher noch nie.
  • Das Wetter war bis auf den ersten Tag sehr gut.
  • Ich habe die Landschaft genossen.

Was war nicht so gut?

  • Für die Länge der Strecken war es zu hügelig. Oder ich bräuchte eine andere Übersetzung.
  • Meine Garmin ist beim Anhalten in Power Save gegangen und das GPS ging beim Aufwachen erst wieder, als ich die aktuelle Aktivität gestoppt und einen neue gestartet habe.
  • Manchmal führte mich meine Route über unbefahrbare Wege (Pfade, Treppen, Einbahnstraßen).
  • Morgens war es feucht und kalt.
  • Beim Biwakieren muss ich noch einiges Lernen. Zum Beispiel sind auch kleine Schrägen nicht gut, da meine Therm-a-Rest NeoAir XLite im Biwak sehr rumrutscht. Außerdem muss ich aufpassen morgens das Tarp nicht zu berühren, da es feucht ist.
  • Ich habe Knieschmerzen bekommen und bin weiter gefahren.
  • Ich hatte Zeitdruck vor dem Sonnenuntergang anzukommen.
  • Vermutlich hatte ich manchmal zu wenig Energie, da ich zu wenig gegessen habe.
  • Ich hätte mir manchmal mehr Zeit gewünscht ein paar schöne Orte zu erkunden.

Was lerne ich daraus für meine Schottland-Tour?

  • Die Navigation sollte funktionieren. Ich werde aber nochmal genau hingucken, ob die Wege auch mit einem Rennrad befahrbar sind und das Höhenprofil bei der Planung mehr einberechnen. Zur Not habe ich Offline-Karten auf meinem Handy.
  • Zwei oder mehr Tage am Stück mit Regen wären wohl unangenehm. Also werde ich mir für den Notfall schon ein paar Youth Hostels raussuchen, um spontan auch mal im Trockenen übernachten zu können. Vielleicht werde ich auch einen Campingplatz-Besuch einstreuen, um mal eine heiße Dusche zu bekommen.
  • Ich werde mir weniger Zeitdruck machen und die Länge der Tour variabel halten. Es wird ja sowieso keine A nach B Tour, sondern eine Rundfahrt, welche ich an verschiedenen Stellen ausweiten oder abkürzen kann. Damit ist mehr Zeit zum Erkunden und um gegebenenfalls schmerzenden Körperteilen eine Pause zu gönnen.
  • Die Ausrüstung scheint im Großen und Ganzen zu funktionieren. Vielleicht werde ich Kleinigkeiten ändern, aber mehr sicherlich nicht. Ich träume zwar von einem Daunen-Schlafsack oder Daunen-Quilt mit kleinem Packmaß, aber zulegen werde ich mir wohl erstmal keins.
  • Je mehr ich fahre, desto mehr sollte ich essen, auch wenn ich gerade keinen Hunger oder Appetit habe.

 

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